Tiermedizinische Geriatrie


Was bedeutet Geriatrie

Tiermedizinische Geriatrie Luna

Die Tiermedizinische Geriatrie ist ein sehr wichtiges Thema in der Tierheilkunde und Tierphysiotherapie geworden. Mit zunehmendem Alter unserer vierbeinigen Freunde steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass diese an Alterserkrankungen leiden. Die tiermedizinische Geriatrie ist die Heilkunde, die sich mit den Krankheiten des älteren Tieres befasst. In unserer Praxis für Tierheilkunde und Tierphysiotherapie setzen wir daher verstärkt auf die tiermedizinische Geriatrie, um unseren Patienten ein langes und glückliches Leben zu ermöglichen. Das Altern ist ein natürlicher Vorgang, der bei unseren Tieren und deren Organen zu einer verminderten Leistungs- und Anpassungsfähigkeit führt. Die Tiermedizinische Geriatrie hat sich auf die Behandlung von körperlichen, mentalen, funktionellen sowie sozialen Problemen spezialisiert; dies gilt auch am Lebensende. Die Tiere werden in einem hohen Grad von Gebrechlichkeit und aktiven Mehrfach-Erkrankungen assoziiert, speziell die chronischen Erkrankungen nehmen zu. Dies erfordert einen ganzheitlichen Behandlungsansatz.
Alterung bedeutet abnehmende Leistungsfähigkeit im Körper wie z. B. Herz-Kreislaufsystem, Muskelleistung, Nervensystem, Hormonhaushalt, Nieren- und Leberfunktion etc. Um diesem Trend entgegenzuwirken ist es enorm wichtig frühzeitig mit der Therapie oder Prävention zu beginnen!
  Die Tiermedizinische Geriatrie ist eine Domäne der Tierheilkunde und Tierphysiotherapie, da sie Organfunktionen wiederherstellen und unterstützen kann und somit das Allgemeinbefinden verbessert. Die Art der Tier heilkundlichen Unterstützung bietet sich gerade bei geriatrischen Patienten an, da diese aufgrund Ihres verlangsamten und veränderten Stoffwechsels häufig empfindlich auf schulmedizinische Arzneimittel mit ihren Nebenwirkungen reagieren.

Tiermedizinische Geriatrie

Der Prozess des Alterns ist außerordentlich komplex! Erste Involutionserscheinungen treten auf und Vorsorgeuntersuchungen werden häufig erst später eingeleitet. Wann die Grenze zwischen Wachstum, Reife und Alter gezogen werden soll ist individuell unterschiedlich und auch die einzelnen Organsysteme altern unterschiedlich schnell. Geriatrische Vorsorgeuntersuchungen sollten daher vorsorglich bei kleinen Hunderassen ab dem 8. Lebensjahr und bei großen Hunden schon ab dem 6. Lebensjahr durchgeführt werden. Katzen sollten ab dem 8. bis 10. Lebensjahr vorsorglich untersucht werden. Der zu empfehlende Intervall von Vorsorgeuntersuchungen ist halbjährlich, maximal jährlich. Einfluss haben aber auch Haltung (eine natürliche Haltung verlängert das Leben) und Fütterung (adipöse Tiere altern und sterben früher).

Mit zunehmendem Alter:                                                                                             

Mit zunehmendem Alter kommen auch Veränderungen im Körperbau von Tieren. Durch die Veränderungen des Fett- und Wasserhaushaltes, sowie der Zellmasse nehmen Atmungs-, Kreislauf- und Nierenfunktion ab. Die Immunfunktion ist eingeschränkt. Daher steigt das Risiko für altersbedingte Erkrankungen bei Hunden beispielsweise ab dem 6.-8. Lebensjahr an, bei Katzen bereits ab dem 8.-10. Lebensjahr. Tiermedizinische Geriatrie widmet sich aber der Behandlung und Prophylaxe von altersbedingten Krankheiten bei unseren tierischen Freunden.

Aber auch veränderte Verhaltenssymptome treten mit der Zeit auf:

Tiermedizinische Geriatrie Zertifikat

Ängstlichkeit, gestörter Tag-Nacht-Rhythmus, grundloses Bellen, Orientierungslosigkeit, Aggressionen u.v.m. All diese Anzeichen können entweder einen organischen Hintergrund haben (z.B. Tumorerkrankung, nachlassende Seh- oder Hörfähigkeit) oder aber auch ein Hinweis auf eine zentrale vegetative Störung sein (z.B. Demenz, Teillähmungen, Sklerose).

In der Tiermedizinische Geriatrie gibt es eine vielseitige Möglichkeit der Unterstützung! Neben Physiotherapeutischen Maßnahmen, können auch Behandlungsmethoden der Mykotherapie, Phytotherapie, die traditionell chinesische und die indische Medizin eingebaut werden. Grundsätzlich wird die Behandlungsmethode individuell an das Krankheitsbild deines Tieres angepasst und mit dir abgestimmt. Auf jeden Fall gilt es, die Beschwerden zu lindern und die Lebensqualität zu erhalten bzw. zu verbessern und bestmöglich wiederherzustellen, mit dem Ziel, die Lebensfreude und Vitalität unserer alten Begleiter so lange wie möglich zu erhalt. Es gibt einige Behandlungskonzepte, die das Altern positiv beeinflussen können. Diese stelle ich Ihnen gerne in einem persönlichen Beratungsgespräch vor. Aber auch die Wertschätzung und Förderung der Mensch Tier Beziehung ist enorm wichtig!

Das Tier in seinen letzten Jahren zu begleiten und von ihm Abschied zu nehmen kann eine sehr dankbare, aber auch manchmal eine belastende und emotionale Herausforderung sein. Gerade durch die intensivere Betreuung eines älteren Tieres entsteht ein tiefes Band zwischen Tier und Tierbesitzer, was oft gleichzeitig eine besonders schöne, aber auch schwere emotionale Erfahrung ist. Dieses besondere Verhältnis muss verstanden und gewürdigt werden, um alternde Tiere und ihre Besitzer optimal zu betreuen.

Wichtig ist es zu verstehen, dass in der Palliativmedizin versucht wird, Symptome zu erleichtern, wenn eine kurative Beseitigung der Erkrankung nicht mehr möglich ist oder gewünscht wird.

Die Tiermedizinische Palliativversorgung kümmert sich um die Schmerztherapie und die Behandlung anderer Symptome, um die bestmögliche Lebensqualität zu erreichen. Dies unabhängig vom Ausgang der Krankheit, sie hilft den Familien den Krankheitsprozess zu verstehen und Entscheidungen zu treffen. Palliativversorgung hilft außerdem den Familien zur Seite zu stehen und sie emotional zu unterstützen.

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