TIERMEDIZINISCHE GERIATRIE

Tiermedizinische Geriatrie 

 Was bedeutet Geriatrie? 

Tiermedizinische Geriatrie

Das Wort Geriatrie kommt aus dem Griechischen und bedeutet "alt" und "Heilkunde".

In der Tierheilkunde und Tierphysiotherapie ist die 
Tiermedizinische Geriatrie ein sehr wichtiges Thema geworden, da die Lebenserwartung unserer vierbeinigen Weggefährten in den letzten Jahren deutlich gestiegen ist.

Das Altern ist ein komplexer biologischer Vorgang der bei unseren Tieren und deren Organe zu einer verminderten Leistungs- und Anpassungsfähigkeit führt. 
Die 
Tiermedizinische Geriatrie betrifft die körperlichen, mentalen, funktionellen und sozialen Bedingungen der akuten, chronischen, rehabilitativen, präventiven Behandlung und Pflege und das auch am Lebensende. 

Die Tiere werden in einem hohen Grad von Gebrechlichkeit und aktiven Mehrfach-Erkrankungen assoziiert, speziell die chronischen Erkrankungen nehmen zu und erfordern einen ganzheitlichen Behandlungsansatz.
Alterung bedeutet abnehmende Leistungsfähigkeit im Körper wie z.B. Herz-Kreislaufsystem, Muskelleistung, Nervensystem, Hormonhaushalt, Nieren- und Leberfunktion, Knochen- und Knorpelmasse, Gelenke, Immunsystem u.v.m.
Die 
Tiermedizinische Geriatrie ist eine Domäne der Tierheilkunde und Tierphysiotherapie, da sie Organfunktionen wiederherstellen und unterstützen kann und somit das Allgemeinbefinden verbessert. 

Die Art der Tierheilkundlichen Unterstützung bietet sich gerade bei geriatrischen Patienten an, da diese auf Grund Ihres verlangsamten und veränderten Stoffwechsels häufig empfindlich auf schulmedizinische 
Arzneimittel mit ihren Nebenwirkungen reagieren.


 

Tiermedizinische Geriatrie

Der Prozess des Alterns ist außerordentlich komplex! Erste Involutionserscheinungen treten auf und Vorsorgeuntersuchungen werden häufig erst später eingeleitet.
Wann die Grenze zwischen Wachstum, Reife und Alter gezogen werden soll ist individuell unterschiedlich und auch die einzelnen Organsysteme altern unterschiedlich schnell. 
Geriatrische Vorsorgeuntersuchungen sollten daher vorsorglich bei kleinen Hunderassen ab dem 8. Lebensjahr und bei großen Hunden schon ab dem 6. Lebensjahr durchgeführt werden. 
Katzen sollten ab dem 8. bis 10. Lebensjahr vorsorglich untersucht werden. Der zu empfehlende Intervall von Vorsorgeuntersuchungen ist halbjährlich, maximal jährlich.
Einfluss haben aber auch Haltung (eine natürliche Haltung verlängert das Leben) und Fütterung (adipöse Tiere altern und sterben früher).

Mit zunehmendem Alter:
Das Verhältnis von Fett und Körperwasser verändert sich im Alter, der Wasseranteil nimmt um ca. 10 % ab.
Die Zellmasse, besonders die von Niere, Leber und Muskeln, nimmt ab.
Die Atmungs-, Kreislauf- und Nierenfunktionen nehmen bis zu 50 % ab.
Die maximale Sauerstoffaufnahme nimmt um ca. 60 % ab.
Die Immunfunktionen des Thymus sind eingeschränkt. Die Zahl der Erkrankungen nimmt zu. 
Beim Hund ist das im Alter von 6-8 Jahren der Fall und bei der Katze ab dem Alter von 8 bis 10 Jahren.
So lassen sich klinisch noch nicht erkennbare Anämien oder Hinweise auf Entzündungen erkennen.

Aber auch veränderte Verhaltenssymptome treten mit der Zeit auf:
Ängstlichkeit, gestörter Tag-Nacht-Rhythmus, grundloses Bellen, Orientierungslosigkeit, Aggressionen u.v.m.
All diese Anzeichen können entweder einen organischen Hintergrund haben (z.B. Tumorerkrankung, nachlassende Seh- oder

 

Tiermedizinische Geriatrie

Hörfähigkeit) oder aber auch ein Hinweis auf eine zentrale vegetative Störung 
sein (z.B. Demenz, Teillähmungen, Sklerose).

In der Tiermedizinische Geriatrie gibt es eine vielseitige Möglichkeit der Unterstützung!
Neben Physiotherapeutischen Maßnahmen, können auch Behandlungsmethoden der Mykotherapie, Phytotherapie, die traditionell chinesische und die indische Medizin eingebaut werden.
Grundsätzlich wird die Behandlungsmethode individuell an das Krankheitsbild Ihres Tieres angepasst und mit ihnen abgestimmt.

Auf jeden Fall gilt es, die Beschwerden zu lindern und die Lebensqualität zu erhalten bzw. zu verbessern und bestmöglich 
wiederherzustellen, mit dem Ziel, die Lebensfreude und Vitalität unserer alten Begleiter so lange wie möglich zu erhalten!
Es gibt einige Behandlungskonzepte, die das Altern positiv beeinflussen können. Diese stelle ich Ihnen gerne in einem persönlichen Beratungsgespräch vor.

Aber auch die Wertschätzung und Förderung der Mensch Tier Beziehung ist enorm wichtig! 
Das Tier in seinen letzten Jahren zu begleiten und von ihm Abschied zu nehmen kann eine sehr dankbare, aber auch manchmal eine belastende und emotionale Herausforderung sein. Gerade durch die intensivere Betreuung eines älteren Tieres entsteht ein tiefes Band zwischen Tier und Tierbesitzer, was oft gleichzeitig eine besonders schöne, aber auch 
schwere emotionale Erfahrung ist. 
Dieses besondere Verhältnis muss verstanden und gewürdigt werden, um alternde Tiere und ihre Besitzer optimal zu betreuen.

Wichtig ist es zu verstehen, dass in der Palliativmedizin versucht wird, Symptome zu erleichtern, wenn eine kurative Beseitigung der Erkrankung nicht mehr möglich ist oder gewünscht wird.
Die Tiermedizinische Palliativversorgung kümmert sich um die Schmerztherapie und die Behandlung anderer Symptome, um die bestmögliche Lebensqualität zu erreichen.
Dies unabhängig vom Ausgang der Krankheit, Sie hilft den Familien den Krankheitsprozess zu verstehen und Entscheidungen zu treffen. 
Palliativversorgung hilft außerdem den Familien zur Seite zu stehen und sie emotional zu unterstützen.

Tiergeriatrie in Arnsberg

Gerne stehe ich Ihnen bei Fragen oder Empfehlungen zur Verfügung .

 
 
 
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