Manuelle  Lymphdrainage


Wie die manuelle Lymphdrainage genau funktioniert

manuelle Lymphdrainage

Die manuelle Lymphdrainage zählt zu den wichtigsten Verfahren der schulmedizinischen Behandlung und Therapie lymphatischer Zustände. Basis dieser Therapieform ist die bewährte Lymphdrainage, welche sich bei vielen Lymphödemen als besonders erfolgreiche Behandlungsmethode erwiesen hat. Dem Patienten wird dabei eine flüssige oder kugelige Massage verabreicht, welche sich im Körper bewegen. Dadurch wird eine bessere Versorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen gewährleistet, was letztlich zu einer Verbesserung der Behandlung führt. Gleichzeitig verbessert sich die Durchblutung der betroffenen Region.

Wie entsteht eine Lymphstauung?

Die manuelle Lymphdrainage regt den Lymphabfluss an. Über den Blutkreislauf gelangen Flüssigkeit und Nährstoffe ins Gewebe. Der Hauptteil wird wieder ins Blut abtransportiert, ein Teil verbleibt im Gewebe und sammelt sich zwischen den Zellen an. Diese Lymphflüssigkeit wird über Lymphbahnen wieder dem Blutkreislauf zugeführt. Das Lymphgefäßsystem ist neben dem Blutkreislauf das wichtigste Transportsystem im Körper und spielt auch im Immunsystem eine wichtige Rolle. Wird der Lymphabfluss behindert, kann sich die Flüssigkeit im Gewebe stauen, was zu Schwellungen unter der Haut führt.

Voraussetzungen für eine Lymphdrainage:

Die Therapieeinheit sollte nach Möglichkeit in ruhiger Umgebung stattfinden, damit sich der tierische Patient entspannen und die Berührung mit den Händen bewusst wahrnehmen kann. Weiterhin gilt es, die Therapie nicht zu unterbrechen und anschließend eine Phase des nach Ruhens zu ermöglichen (ca. 20 min). Öle, Cremes oder Ähnliches werden nicht verwendet, da das Rutschen über die Haut nicht erwünscht ist. Die Handgriffe der Lymphdrainage müssen rhythmisch und monoton ausgeführt werden und dürfen nie schmerzhaft sein. Die Kreise werden sozusagen mit der Haut und nicht auf der Haut vollzogen. Es wird immer das körpernähere Gebiet vor dem entfernteren behandelt, um Platz für die nachströmende Flüssigkeit frei zu massieren. Im Allgemeinen ist etwas Bewegung vor der Behandlung von Vorteil, da eine Aktivierung des Kreislaufes vorab stattfindet und die positiven Effekte der manuellen Lymphdrainage begünstigt. Der Rhythmus ist entweder einhändig, beidhändig, parallel oder im Wechsel auszuführen, wiederum abhängig von Patient, Erkrankung und Lokalisation des Ödems. Vor Behandlungsbeginn ist es notwendig, den Gesundheitszustand des Tieres von einem Tierarzt abklären zu lassen.

Die Lymphdrainage ist eine bestens bewährte Behandlungsmethode zur Unterstützung des Heilungsprozesses. Sie ist erfolgreich bei einer Vielzahl von Erkrankungen. Zum Beispiel bei akuten und chronischen Entzündungen (Gelenke, Sehnen, Bänder, Muskeln oder Haut), Ödeme, Phlegmonen (bakterielle Entzündung mehrerer Hautschichten), Mastitis, Verbrennungen und Venenerkrankungen.

Ziel der manuellen Lymphdrainage

Die manuelle Lymphdrainage hilft der natürlichen Selbstheilungskräfte im lymphatischen Transportweg zur Förderung. Sie unterstützt das vermehrte Fließen der Lymphe und stimuliert so die Entgiftung des Körpers. Dadurch können Schwellungen reduziert und Muskelverspannung gelöst werden. Der Beweglichkeit kommt diese Behandlung zugute, die Durchblutung wird angeregt, Verklebungen auflösen, sowie die Beseitigung von Lähmungserscheinungen oder Taubheit an verschieden Körperstellen ermöglicht.

Wie läuft die Lymphdrainage Behandlung bei Schnauze, Fell und Pfoten ab?

Die manuelle Lymphdrainage Behandlung beginnt immer im Bereich der Schulter und am Hals, nicht im Bereich der Umfangsvermehrung. Die Wirkungsweise wird erzielt durch die Stimulierung der zentralen Abflusswege zu vermehrter Arbeit. Diese kommt im Bereich des Halses, sowie am Rumpf zur Anwendung und erzeugt einen Sog auf die gestauten Lymphgefäße. Danach werden alle dem betroffenen Gebiet voran geschalteten Körperregionen behandelt und schlussendlich die erkrankte Region. Der Druck sollte immer sanft und fließend erfolgen, nicht plötzlich, sondern stetig. Dadurch fördert man eine zunehmende Lymphbewegung. Zu viel Druck kollabiert die Lymphgefäße und ist nicht hilfreich.

Wie lange dauert eine Lymphdrainage Behandlung?

Je nach körperlichen Gegebenheiten und den zu behandelnden Körperregionen ist die Dauer einer Lymphdrainage von 30 bis 90 Minuten lang. Die Anzahl der Behandlungen hängt stark vom Krankheitsbild und dessen Verlauf ab. Viele Entzündungen können mit wenigen, in kurzen Abständen folgenden Behandlungen therapiert werden. Chronische Prozesse werden nach einigen kurz aufeinander folgenden Initialbehandlung in weiterer Folge mit längeren Abständen, idealerweise wöchentlich therapiert.

Die manuelle Lymphdrainage des Hundes ist eine sehr effektive Methode, um vor allem hormonelle Ödeme (auch Lähmungs-/Inaktivitätsödeme) zu behandeln. Diese Technik kann bei Hunden erfolgreich angewendet werden bei: Ödemen (auch Lähmungs-/Inaktivitätsödeme), Schmerzen, rheumatischen Erkrankungen (bspw. Arthrose). Die Haut schwillt dabei nicht mehr so stark an, die Stoffwechsellage normalisiert sich wieder. Die Lebensqualität des Tieres wird enorm verbessert!

Die manuelle Lymphdrainage ist ein sehr sanfter Verfahrensansatz zur Unterstützung der Selbstheilungskräfte des Pferdes. Sie kann bei verschiedensten Problemen eingesetzt werden, wie z.B. nach Verletzungen oder Operationen, aber auch bei chronischen Erkrankungen wie Gallenerkrankungen, Morbus maculosus (Petechialfieber), Myopathien, Muskelschmerzen oder auch Kreuzverschlag.

Manuelle Lymphdrainage. Wohltuend für Körper, Geist und Seele.



 
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