MANUELLE  LYMPHDRAINAGE

Lymphdrainage am Klein - und Großtier !

Entschlackend, Entstauend, Schmerzlindernd


Was ist manuelle Lymphdrainage ?

Sie ist eine physikalische Therapieform, bei der mittels einer speziellen Massagetechnik der Lymphabfluss angeregt wird. Diese diffizile Technik kann nicht mit anderen Massagetechniken verglichen werden. Durch kreisförmige Verschiebetechniken die mit sanftem Druck angewendet werden, wird Flüssigkeit aus dem Gewebe in das Lymphgefäßsystem verschoben.  
Im Gegensatz zu anderen Massagearten wird hierbei nie über die Haut gestrichen. Eins der Haupteinsatzgebiete in der manuellen Lymphdrainage sind Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe ( Ödeme ).  Durch Spezialgriffe können aber auch Narben und Verhärtungen gelockert werden.


Wie wirkt manuelle Lymphdrainage ?

Während der Behandlung wird die Lymphbildung erhöht und die Massage beschleunigt die Füllung und Entleerung der Lymphkapillaren. 
Es kommt zu einer verstärkten Kontraktion der Lymphgefäße und in weiterer Folge zu einer Abfuhr angestauter Flüssigkeit aus dem Gewebe. 
Manuelle Lymphdrainage wirkt entspannend und beruhigend auf die quergestreifte Muskulatur, schmerzlindernd, entzündungshemmend und beschleunigt den Heilungsprozess. 
Außerdem unterstützt es die Immunabwehr, fördert die Verdauung und den Milchsäureabbau und wirkt zusätzlich entschlackend. 
Typische Einsatzgebiete sind orthopädische und traumatische Erkrankungen, die mit einer Schwellung des Gewebes einhergehen. 
Nach Operationen hilft manuelle Lymphdrainage, das geschwollene Gewebe zu entstauen. 


Voraussetzungen für eine Lymphdrainage :

Die Therapieeinheit sollte nach Möglichkeit in ruhiger Umgebung stattfinden, damit sich der tierische Patient entspannen und die Berührung mit den Händen bewusst wahrnehmen kann. 
Weiterhin gilt es, die Therapie nicht zu unterbrechen und anschließend eine Phase des Nachruhens zu ermöglichen (ca. 20 min). Öle, Cremes oder Ähnliches werden nicht verwendet, da das Rutschen über die Haut nicht erwünscht ist. 
Die Handriffe der Lymphdrainage müssen rhythmisch und monoton ausgeführt werden und dürfen nie schmerzhaft sein. Die Kreise werden sozusagen mit der Haut und nicht auf der Haut vollzogen. Die Hände des Therapeuten sollten angenehm warm und trocken sein. 
Es wird immer das körpernähere Gebiet vor dem entfernteren behandelt, um Platz für die nachströmende Flüssigkeit frei zu massieren. 
Im Allgemeinen ist etwas Bewegung vor der Behandlung von Vorteil, da eine Aktivierung des Kreislaufes vorab stattfindet und die positiven Effekte der manuellen Lymphdrainage begünstigt. 
Der Rhythmus ist entweder einhändig, beidhändig, parallel oder im Wechsel auszuführen, wiederum abhängig von Patient, Erkrankung und Lokalisation des Ödems. 
Vor Behandlungsbeginn ist es notwendig, den Gesundheitszustand des Tieres von einem Tierarzt abklären zu lassen. 

Eine Vielzahl von Erkrankungen die die Lymphdrainage im Heilungsverlauf unterstützt :

Akute und chronische Entzündungen der Gelenke, Sehnen, Bänder, Muskeln oder Haut (z.B. Sehnenscheidenentzündung, Arthrosen)
Ödeme 
Phlegmonen (bakterielle Entzündung mehrerer Hautschichten)
Mastitis
Muskelregeneration
Narbenbehandlung
Venenerkrankungen
Verbrennungen


Welche Ziele hat die manuelle Lymphdrainage?

Anregung der Lymphmuskulatur
betroffene Körperregionen entstauen
Druck mindern und Gewebe lockern
Neubildung von Lymphgefäßen
Schmerzen lindern
Schwellungen und Verklebungen beseitigen
Ödeme verkleinern
Verbesserung der Lymphaufnahme


Was sind Lymphödeme ?

Lymphödeme entstehen nach Operationen zb durch Verletzungen oder auch durch bakterielle Infektionen. Sie sind recht häufig Bestandteil von Stoffwechselerkrankungen. 
Pferdebesitzern sind sie häufig unter dem Begriff Einschuss bekannt.
Beim Tierarzt gehört die Untersuchung der wichtigsten Lymphknotenareale zur Standarduntersuchung. Da es wichtige Aufgaben erfüllt ist ein intaktes Lymphgefäßsystem  für den Organismus von großer Bedeutung.


Was ist das Lymphsystem und wie funktioniert Lymphdrainage ?

Das Lymphgefäßsystem ist ein Drainagesystem das die Lymphe von der Peripherie in den venösen Blutkreislauf transportiert. 
Im Lymphgefäßsystem wird die lymphpflichtige Last (Plasma, Eiweiße, Fette, Zellen, Fremdpartikel wie Bakterien, Kohlenstaub und Glasstaub) weitertransportiert. 
Man kann das Lymphgefäßsystem als eine Art Sicherheitsventil betrachten, denn die Flüssigkeiten, die venös nicht abfließen können, werden lymphpflichtig. 
Solange das Lymphgefäßsystem, welches über eine sogenannte funktionelle Reserve verfügt, die lymphpflichtige Last bewältigen kann, ist alles in Ordnung. 
Sollte diese jedoch die Transportkapazität des Lymphgefäßsystems übersteigen, dann kommt es zu einer Wasseransammlung im Gewebe ( Ödem ).
Das Lymphgefäßsystem ist ein Halbkreislauf, der offen im Gewebe beginnt und hauptsächlich im linken Venenwinkel, kurz vor dem Herz, in das Blut Kreislaufsystem einfließt. 
Auf dem Weg zum Herz wird die Lymphe durch Lymphknoten geschleust, welche Kleinstorgane sind, die die Lymphe filtrieren. 
Krankheitserreger und Giftstoffe werden dann entweder zerstört oder gespeichert.
Bei Hunden und Pferden ist das Lymphsystem in klare Einzugsgebiete unterteilt. Diese Gebiete werden durch Wasserscheiden getrennt. 
Diese Wasserscheiden bestimmen wiederum die Lymphabflussrichtung und können entweder gar keinen oder nur teilweise einen Lymphfluss zulassen.


Wie läuft die Lymphdrainage Behandlung bei Schnauze, Fell und Pfoten ab ?

Die Lymphdrainage Behandlung beginnt immer im Bereich der Schulter und am Hals, nicht im Bereich der Umfangsvermehrung. Die Behandlung wird also ganzheitlich eingeleitet und nicht lokal. 
Die Stimulierung der zentralen Abflusswege zu vermehrter Arbeit wird als zentrale Vorbehandlung bezeichnet. 
Diese kommt im Bereich des Halses, sowie am Rumpf zur Anwendung und erzeugt einen Sog auf die gestauten Lymphgefäße. Danach werden alle dem betroffenen Gebiet voran geschalteten Körperregionen behandelt und schlussendlich die erkrankte Region. 
Die Druckstärke ist so weich und großflächig wie möglich zu wählen. Prinzipiell hängt die Anwendung des Drucks vom Zustand des Gewebes ab. 
Allgemein kann man sagen: je weicher sich das Gewebe darstellt, desto weicher muss auch der Massagedruck sein. 
Zu starker Druck führt zum Kollabieren der Lymphgefäße und ist kontraproduktiv. 


Wie lange dauert eine Lymphdrainage Behandlung ?

Je nach Größe des Patienten und der zu behandelnden Körperregionen kann eine Lymphdrainage Behandlung 30 bis 90 min in Anspruch nehmen. 
Die Anzahl der Behandlungen hängt stark vom Krankheitsbild und dessen Verlauf ab. 
Viele Entzündungen können mit wenigen, in kurzen Abständen folgenden Behandlungen therapiert werden. 
Chronische Prozesse werden nach einigen kurz aufeinander folgenden Initialbehandlungen in weiterer Folge mit längeren Abständen, idealerweise wöchentlich therapiert .


Wann ist der Einsatz der manuelle Lymphdrainage bei Ihrem Hund sinnvoll ?

Lymphdrainage Schnauze, Fell und PfotenLymphdrainage Schnauze, Fell und Pfoten

Die manuelle Lymphdrainage bei Hunden kann erfolgreich eingesetzt werden bei:

Ödemen (auch Lähmungs-/Inaktivitätsödeme)
Schmerzen
rheumatischen Erkrankungen (bspw. Arthrose)
postoperativen/posttraumatischen Schwellungen
Verhärtungen/Schwellungen von Narben
Lymphgefäßentfernung


Sollten Sie sich nicht sicher sein, ob die manuelle Lymphdrainage für Ihren Hund geeignet ist, sprechen Sie mich an, Ich berate Sie gerne !


Wann ist der Einsatz der manuelle Lymphdrainage bei Ihrem Pferd sinnvoll ?

Die manuelle Lymphdrainage bei Pferden kann erfolgreich eingesetzt werden bei:

Angelaufene Beine/ Chronische Phlegmone
Gallen
Hufrehe akut oder subakut
Morbus maculosus (Petechialfieber)
Myopathien auch Kreuzverschlag, Lumbago oder exertional rhabdomyolysis genannt.
Posttraumatische/Postoperative Ödeme (Schwellungen)
Stauungsödeme/Genitalödem
Sehnenerkrankungen akut oder präventiv 
Wundheilung
Zahnbehandlungen, bei Entfernung von Zähnen entstandene Ödeme

Sollten Sie sich nicht sicher sein, ob die manuelle Lymphdrainage für Ihr Pferd geeignet ist, sprechen Sie mich an, Ich berate Sie gerne !

 
 
 
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