FASZIENTHERAPIE

Was sind Faszien ?

Faszien sind das Bindegewebe des Körpers und sind mitentscheidend für die Beweglichkeit eines Tieres. 

Durch Einflüße wie Stress, Verletzungen Operationen, Schonhaltungen, Bewegungsmangel und falschen Gebrauch des Körpers, verkürzen und verhärten sich die Faszien.  
Dadurch werden dann die  Faszien starr und unbeweglich. Steifheit und oft auch Schmerzen sind sehr häufig die Folge. Faszien sind auch Sinnesorgane bei Hunden und Pferden und können zum Glück gelöst und behandelt werden. 
Faszien sind Bestandteil vieler Lebensformen und sind feine, zähe bindegewebige Häute. Diese Faszien hüllen bei Mensch und Tier alle Muskeln und sämtliche Organe ein und erlauben es, einzelne Muskeln voneinander abzugrenzen.
In der Pflanzenwelt findet man ähnliches. Räumlich getrennte und gleichzeitig formgebende Häute sind ganz deutlich in Apfelsinen und Grapefruits zu bemerken. Im Grunde gibt es keine Lebensform ohne diese elastischen Häute.
Im Körper unserer Tiere umhüllen Faszien ausnahmslos jeden einzelnen Muskel, jeden Knochen, jedes Organ und ebenso die Nerven. Diese Bindegewebe im Körper haben weder ein Anfang, noch ein Ende. 
Sie sind ein Geflecht von sich überlagernden, nahtlos ineinander übergehenden, groben Häuten. Im Körper können Faszien hauchdünn oder mehrere Millimeter dick und stark sein. 
Faszien reagieren und verändern sich im laufe des Lebens. Einflüsse wie Training, Entzündungen, Bewegungsmangel oder Überlastung führen zu einer Veränderung. So können Faszien selbst zu Schwachpunkten des Körpers werden. 
Was zur Folge hat das das Pferd steif wird oder der Hund seine Beweglichkeit verliert.


Welche Aufgaben haben Faszien im Körper ?

Faszien sind die bindegewebige Hülle, die ausnahmslos um jeden Muskel, jedes Organ, jeden Knochen, und sogar um die Nerven vorhanden ist. In den Faszien kommen zahlreiche sympathische Nervenendigungen vor. Und über diese Nervenendigungen wirken die Faszien auf unser vegetatives Nervensystem. 
Faszien bilden sozusagen den Außenposten unseres autonomen Nervensystems. Autonom bedeutet in diesem Fall : Über dieses Nervensystem haben wir keine bewusste Kontrolle und es regelt lebenswichtige Körperfunktionen weitestgehend selbstständig. 
Hierzu gehören Atmung, Verdauung, einzelne Organe und auch Muskeln wie die inneren Augenmuskeln. Beim gestressten Tier sind die Faszien in einer ungesunden ständigen Anspannung, die Hund und Pferd nicht mehr selbstständig regulieren können. Hier hilft de
Faszientherapie bei der Entspannung und das im wörtlichen Sinne.
Die Innere Gelassenheit senkt die Körperspannung bei Hunden und Pferden, während Stress die Grundspannung der Faszien steigert. 
Stehen Faszien unter enormer Spannung, fühlt sich ein Hund gestresst und kommt dadurch nicht zur Ruhe. Dies kann eine Kettenreaktion in Gang setzen ,die mit Verspannung im Körper beginnt und zu Innerer Unruhe und Anspannung des Körpers führt. 
Durch eine so hohe
Faszien Verspannung verliert sich der energieeffiziente, geschmeidige Gang, der sich an jeden Untergrund leicht anpassen kann. Dadurch kann sich der Hund oder das Pferd schon bei normalen Bewegungen verletzen.  Eine heftige oder ungewohnte Bewegungen reicht dann schon, um Muskeln zu zerren oder zu stauchen.
Für die Gesamtbeweglichkeit sind die Faszien entscheidend und unsere Beweglichkeit hängt von ihnen ab. Durch psychischen Stress, Operationen, Schonhaltungen sowie Bewegungsmangel und falschen Gebrauch des Körpers verkürzen und verhärten sich Faszien. 
Sie werden im Körper umgebaut. Die gut dehnbaren Elastinanteile nehmen ab und werden innerhalb der Faszie durch das zähe, kaum dehnbare Kollagen ersetzt. Der Grundtonus erhöht sich um ein Vielfaches. 
Die Faszien werden dann starr und unbeweglich und verlieren aus diesem Grund ihre Gleitfähigkeit. Das führt dazu das Faszien den Bewegungsspielraum der Muskulatur und Gelenke dauerhaft und oft auch schmerzhaft eingrenzen.
Bei der Krafterzeugung spielen Faszien eine entscheidende Rolle da sie durch Dehnspannung Kräfte speichern. Dadurch können Hunde und Pferde so energiesparend und ausdauernd rennen. ie lassen einen Großteiles Arbeit von der Schwerkraft übernehmen, die die Sehnen und Faszien vorspannt. 
Beim Abfuhren federt die Faszie dann wieder hoch. Je elastischer die Faszien im Körper sind, umso leichter laufen die Hunde und Pferde. Allerdings sind Faszien und Sehnen ein weißes, schlecht durchblutetes Gewebe. Sie brauchen sehr viel mehr Zeit, um auftrainiert zu werden. 
Muskeln werden in wenigen Wochen bis Monaten gebildet, für die Sehnen und Faszien braucht es in der Pferdeausbildung Jahre, bis sie dann die volle Leistungsfähigkeit erreichen.

Muskeln mit ihren
Faszien und Nervenendigungen informieren das Gehirn ständig über die Lage im Raum und tragen somit das Körpergefühl. In den Faszien befindet sich die größte Anzahl an Rezeptoren und Nervenzellen, die unser Gehirn mit Sinnesempfindungen überschütten. 
Darum kann man die Faszien durchausals Sinnesorgan bezeichnen.
Gleichzeitig stehen alle Faszien untereinander in Verbindung. Sie leiten Spannungen und Unbeweglichkeiten in andere Körperteile weiter. Deshalb kann eine verkürzte oder verklebte Faszie an den Beine einen Zug auf den Rücken ausüben. 
Eine Verletzung am Hinterbein kann dadurch die Schulter beeinflussen und dort für Bewegungseinschränkungen und Schmerzen sorgen.
Das Lösen einer Faszie kann eine Verbesserung der Beweglichkeit von der Nasenspitze bis zum letzten Schwanzwirbel eines Hundes bewirken.

Ermöglichen reibungslose und geschmeidige Muskelbewegungen
Geben dem gesamten Körper Halt und Stabilität
Koordination: Rezeptoren an den Faszien nehmen Körperposition wahr
Reizweiterleitung: feine Nervenenden ragen in die Faszien hinein
Speichern Energie, erhöhen so die Kraft einer Bewegung und sparen Muskelarbeit ein
Umhüllen Muskeln und Organe und halten sie an der richtigen Position
Unterstützen den Stoffwechsel bei der Entgiftung: Transport von Abfallstoffen zu den Lymphbahnen
Unterstützen das Immunsystem: Bindegewebe enthält Immunzellen


Wie können Faszien beim Tier behandelt werden ?

Kollagene Verdickungen oder Verklebungen des Bindegewebes aufzulösen und die Faszien langfristig zu mobilisieren, ist allein durch Training beim Hund oder Pferd nicht möglich. Myofaszien lassen sich jedoch sehr gut durch eine manuelle Faszientherapie lösen und mobilisieren.
Verfestigte gelartige Kolloide (Proteine in der Gundsubstanz der Faszien) können unter Einfluß mechanischer Kräfte vorübergehend flüssig werden (aus dem Gel- in den Solzustand). Dadurch können Verklebungen gelöst werden.
Die vielen Nerven-Rezeptoren in den Faszien informieren über Körpergefühl und Schmerzwahrnehmung. In einer Faszientherapie werden sie sanft angesprochen und kann zu einer Entspannung des Gewebes führen.
So kann man über
Faszienmobilisation die Lage der Muskeln und deren Funktion im Körper nachhaltig positiv beeinflussen.


Wie funktioniert eine Faszienmassage?


Durch das massieren der Faszien , sollen verklebte Faszien wieder gelockert werden. Auf diesem Wege können Verspannungen und Verhärtungen des empfindlichen Bindegewebes gelöst und die Regeneration 
der Faszien unterstützt werden. Die rollenden, drückenden und schiebenden Bewegungen der Faszienrolle können den Flüssigkeitsaustausch und den Stoffwechsel des Gewebes fördern.
Um die Faszien langfristig zu unterstützen ist eine regelmäßige Behandlung sinnvoll. Besonders die Faszienmassage direkt vor dem Training kann dabei unterstützen, das Tier zu entspannen und zu locker

Es gilt generell : Das Tier entscheidet über die Druckintensität die angewandt wird!
Empfindlichen Bereiche an denen die Knochen direkt unter der Haut liegen sollten ausgelassen werden.
Dies betrifft sowohl den Kopf, Genick, die Röhrbeine, Karpal-, Fessel- und Sprunggelenke, sowie den Bereich direkt auf der Wirbelsäule.


Bei welchen Problemen kann die Faszientherapie helfen?

Beweglichkeit in der Schulter; wenig Raumgriff
Flache, schwerfällige Atmung 
Keine aktive Hinterhand, Taktfehler oder eingeschränkte Wendigkeit
Nervosität; Spannig unter dem Sattel
Pferd tritt nicht richtig an den Zügel heran; Triebigkeit
Wenig Losgelassenheit, Elastizität und Durchlässigkeit


Wie wird bei Schnauze, Fell und Pfoten die Faszientherapie Ausgeführt ?

Zur Massage von Muskulatur, Bindegewebe und zurschmerzfreien Faszienbehandlung führe ich meine Behandlung manuell und mit Herbertkugeln aus.




Sollten Sie sich nicht sicher sein, ob die Faszientherapie für Ihr Tier geeignet ist, sprechen Sie mich an, Ich berate Sie gerne !





 
 
 
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