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2020-08-02

Manuka Honig und Medihoney in der Tierheilkunde !

Manuka Honig und Medihoney in der Tierheilkunde !

Die nachgewiesene Wirkung des Manuka Honig ist biochemisch. Es handelt sich bei diesem Naturheilmittel nicht um einem Beitrag aus der homöopathischen, Bachblüten- oder Heilsteine-Therapie.
Vielmehr sind es nachgewiesene Wechselwirkungen aus den Inhaltsstoffen des Honigs, wodurch er seine Wirksamkeit bezieht ! Das macht diesen Bienensaft auch für die Heilung von Tieren gut geeignet.

Die Manuka Pflanze, auch Südseemyrte genannt ist verwandt mit dem Teebaum.Dieser gehört zu der Gruppe der Myrtengewächse und ist in Neuseeland beheimatet.
Dort wächst die Manuka Pflanze an Hängen, Waldrändern, Gebüschen und Flussufern als Strauch oder als Baum.
Den Namen Manuka erhielt die Pflanze von den Ureinwohnern Neuseelands. Diese nutzen schon seit Jahrhunderten die Wirkung dieser Pflanze. Die Blätter und die Rinde werden wie der durch die Bienen gewonnene Honig verwendet.

Manuka Honig wirkt antiviral, antibakteriell, antifungizid, entzündungshemmend und wundheilungsfördernd. Der erste medizinischen Honig erhielt im Jahre 2004 eine CE-Kennzeichnung.
Er besitzt eine höhere Wirkung als normaler Honig, da dieser sich nur eingeschränkt zur Wundversorgung geeignet.
Gerade bei sehr tiefen und stark nässenden Wunden und unter Luftabschluss reicht dessen Wirkung oft nicht aus.

Den echten Medihoney erkennt man neben der Kennzeichnung des MGO-Gehaltes bzw. des UMF-Wertes an dieser CE Zertifizierung, die er als zugelassenes Medizinprodukt auf seiner Verpackung tragen muss.
Die CE Kennzeichnung besagt das das gekennzeichnete Produkt mit den geltenden und rechtlichen Bestimmungen der Europäischen Union konform geht.
Medihoney ist ein für die medizinische Wundversorgung zugelassenes Honigprodukt, welches die notwendigen Kriterien an Reinheit, biologische Sicherheit und Wirkung erfüllt.

Anwendung in der Tierheilkunde

In der Tierheilkunde lässt sich Manuka Honig breit gefächert einsetzen. 2008 wurde nach über 20-jähriger Forschung das Besondere entdeckt: Manuka-Honig enthält den Wirkstoff „Methylglyoxal (MGO)“, der ihm seine hervorragende Wirkung verleiht und ihn somit vom normalen Honig unterscheidet.
Der in Apotheken erhältliche Medihoney ist eine Mischung aus Manuka Honig und einem besonderem australischen Honig.
Der Medihoney wird gammabestrahlt, um noch effektiver in seiner medizinischen Wirkung zu sein.
Durch seine antibakteriellen und antiseptischen Eigenschaften eignet er sich hervorragend zur Behandlung von Wunden jeglicher Art. Ebenso sind komplette Wundauflagen mit Manuka-Honig im Medizinhandel zu bekommen.
Ein weiteres Beispiel ist die Anwendung bei gespülten Abszesshöhlen. Dort kann der Medihoney vorsichtig über eine Knopfkanüle in die Abszesshöhle injiziert werden.
Vorzustellen ist dies wie das Platzieren eines Leukasekegels. Der medizinische Honig verteilt sich durch die Körperwärme in jeden noch so schwer zugänglichen Bereich der Abszesshöhle und kann dort überall seine Wirksamkeit entfalten.
Bei Sohlengeschwüren (Pododermatitis), vor allem bei Kaninchen und Meerschweinchen, lassen sich Wunden und oft entzündete Bereiche an den Pfoten mit Medihoney und einer zusätzlichen Teat-Bandage schnell regenerieren und bessern.
Bei Riss-, Schürf-, Brand-, Biss- oder OP-Wunden wirkt Manuka Honig ebenfalls unterstützend. Er sollte immer kühl, dunkel und trocken gelagert werden. Seine hellbraune Farbe und cremige Konsistenz sind Merkmale seines Frischezustands.
Auch Zuckerkristalle, die sich oft bei längerer Lagerung bilden, hemmen nicht seine Wirksamkeit. Wird Manuka Honig flüssig, sollte er allerdings nicht mehr verwendet werden!
Eine innerlichen Anwendung bei unseren Haustieren muss wegen des sehr hohen Zuckergehalts im Manuka Honig abgeraten werden.
Tierhalter sollten Manuka Honig bei Grippe, Halsschmerzen sowie Zahnfleischentzündungen immer in greifbarer Nähe stehen haben. Zur verstärkerkung kann bei Menschen und Tier zusätzlich Propolis in der Manuka Behandlung oral mit verabreicht werden.
Medihoney ist ein medizinisches Präparat zur rein äußerlichen Anwendung für akute wie chronische oder eitrige Wunden gleichermaßen.
Durch sein hohes osmotisches Potential wird das Abfließen entzündlich bedingter Absonderungen durch Medihoney begünstigt, wodurch Bakterien, nektrotisches Gewebe sowie Endotoxine aus der Wunde gespült werden.
Diese befinden sich dann in der Wundauflage und werden beim nächsten Verbandwechsel entfernt. Medihoney hält weiterhin ein antibakterielles Milieu aufrecht.
Medihoney kann bis zu sieben Tagen auf der Wunde belassen werden, wird jedoch viel abgesondertes Sekret in der Wundauflage erwartet, dann sollte der Verband öfter gewechselt werden.

Die klinische Wirksamkeit ist für die nachstehenden Sparten erwiesen:
Bildet keine Resistenzen
Ein antibakterielles Milieu wird rund um die Wunde aufgebaut
Hemmt Bakterienwachstum bis auf den Grund der Wunde
Rasche Tilgung übler Gerüche, die von offenen, meist eitrigen Wunden ausgehen
Reduziert die Narben- und Narbengewebsbildung
Schaffung einer feuchten Umgebung rings um die Wunde, was zum schnelleren Heilvorgang beiträgt und bei einem Verbandswechsel die Schmerzen für den Patienten erheblich reduziert
Schnelle und effektive Wundreinigung selbst bei nekrotischen Wunden (massenhaftes Absterben von Gewebezellstrukturen)
Wirksamkeit gegen Bakterienstämme insbesondere MRSA, ESBL und VRE
Wirkt bei über 200 klinischen Isolaten
Wirkt gegen Entzündungen

Beispiele wo Manuka bzw Medihoney vor allem zum Einsatz kommt:
Fußulzera und Beinulzera
Infizierte oder diabetische Wunden (Dekubitus)
Schnitt- und Schürfwunden
Tiefe, eitrige oder nekrotische Wunden
Übel ausdünstende Wunden
Verbrennungen aller Art
Wunden, die von Taschen und/oder Fistelgängen durchzogen sind
Wunden nach chirurgischen Eingriffen

Bis vor ein paar Jahren, glaubte man das eine Wund am besten an der frischen Luft abheilen würde. Heute weiß man es besser.
Damit eine Wunde möglichst schnell und mit wenig Narbenbildung heilen kann, wird ein so genanntes „Wundklima“ benötigt.
Das bedeutet, es sollte ein feuchtes Wundmilieu erzeugt werden, das es Bakterien und anderen Krankheitserregern unmöglich macht, in die Wunde einzudringen.
Außerdem wäre es vorteilhaft, wenn sich die Wunde praktisch selbst desinfizieren könnte, um die Wundheilung durch Versorgung mit Nährstoffen zu beschleunigen.
All das kan Manuka bzw Medihoney tatsächlich leisten!

Dieser spezielle, keimfrei gemachte Medizinhonig wirkt antibakteriell, schützt gegen Entzündungen und schirmt die Wunde vor Eindringlingen ab.
Bei vielen offenen Wunden bilden sich rund um die Wunde zudem unangenehme Gerüche, medizinischer Honig sorgt auch hier für eine weitgehende Verhinderung dieser unangenehmen Geruchsbildung.
Zusätzlich sorgt er für eine Minimierung der Bildung von unschönem Narbengewebe, das zudem später problematisch entarten kann.

Admin - 15:22:19 @ Allgemein, Hund, Katze, Pferd | Kommentar hinzufügen


 
 
 
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